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Einleitung

Erläuterung zur Auswahl der Dokumente

Seit 1526 gehörten die sogenannten Länder der böhmischen Krone, also das Königreich Böhmen, die Markgrafschaft Mähren und das Herzogtum Schlesien in Form einer dynastischen Union zur Habsburgermonarchie. Als maßgebliche Landesverfassung galt seit 1627 in Böhmen und seit 1628 in Mähren bis 1848 die Erneuerte Landesordnung, welche das Verhältnis dieser Länder zur habsburgischen Dynastie und zum Wiener Hof bestimmte. Bis zu den theresianischen und josephinischen Reformen gab es in Böhmen und Mähren und seit 1742 auch im sogenannten österreichischen Schlesien, das aber verwaltungstechnisch mit Mähren verbunden war, fast keine Anzeichen der Unzufriedenheit der Landesstände mit diesem staatsrechtlichen Zustand. Erst die josephinische Zentralisierung und Verstaatlichung der Verwaltungsmacht nach 1780 verursachte ernste Proteste gegen die kaiserliche Zentralmacht in Form der ständischen Desiderien oder später in den 1840er Jahren auch in Form der staatsrechtlichen Petitionsproteste gegen die Eingriffe in die Selbstverwaltung Böhmens, die wider die Landesverfassung waren.

Die Revolution vom Fr√ľhjahr 1848 und die nachfolgenden oktroyierten √∂sterreichischen Verfassungen beendeten die st√§ndische Landesherrschaft. An ihre Stelle sollte die neugeschaffene Landesgewalt der neuen neust√§ndisch repr√§sentativ vertretenen Landtage treten. Bereits schon das kaiserliche Patent vom 15.3.1848, das die neue Konstitution f√ľr den √∂sterreichische Kaiserstaat versprach, rechnete mit ‚Äěverst√§rkter Vertretung des B√ľrgerstandes‚Äú in den Landtagen, was noch am 18.3.1848 durch das kaiserliche Reskript an die St√§nde der jeweiligen L√§nder abermals betont wurde. Im Sinne dieser Instruktionen, deren wesentlicher Punkt die Annullierung des st√§ndischen Vertretungsprinzips war, begannen der b√∂hmische und m√§hrische Landtag und der schlesische √∂ffentliche Konvent die neuen Landesverfassungen vorzubereiten.

In den beiden abgedruckten Landesverfassungen war aber die alte st√§ndische Verfassung als Ankn√ľpfungspunkt zum liberalen konstitutionellen Repr√§sentativsystem gew√§hlt worden. Der √úbergang von der st√§ndischen Repr√§sentation zur Volksrepr√§sentation ging hier auf der alten Basis des deutlich ausgedr√ľckten Herrscherwillens friedlich vonstatten. Obwohl diese Landesverfassungen nie in Kraft gesetzt wurden, sind hier diese Dokumente, also der Entwurf der Verfassung f√ľr das Markgrafthum M√§hren, welcher bei dem M√§hrischen Landtage beschlossen, und dem hohen Ministerium zur Best√§tigung des √∂sterreichischen Reichstages und Sr. Majest√§t des Kaisers unterbreitet wurde (deutsch und tschechisch) und der Gesetzvorschlag zur Provinzialverfassung Schlesiens als zeitgen√∂ssische Zeugen des politischen neust√§ndischen und konstitutionellen Denkens M√§hrens und Schlesiens vertreten.

Das Dr√§ngen der b√∂hmischen St√§nde auf die Verwirklichung ihres vorm√§rzlichen also vorrevolution√§ren Programms einer Reform im altst√§ndischen Rahmen, dessen Hauptpunkte die Erweiterung des Landtages um die Mitglieder des st√§dtischen Patriziats umfassten, war schon durch die Prager und Wiener M√§rz-Ereignisse √ľberholt. Die b√ľrgerliche Bewegung in Prag und nachher in B√∂hmen wandelte sich rasch zur tschechischen Nationalbewegung, die alleine staatsrechtliche, nationale, soziale und wirtschaftliche Probleme des Landes l√∂sen wollte. Die Hauptforderungen der Prager b√ľrgerlichen Petition waren in ihrer urspr√ľnglichen Form staatsrechtlich (unklar formulierte gesetzgebende Vertretung der L√§nder der b√∂hmischen Krone), national (Gleichberechtigung der tschechischen Sprache im Amt und im h√∂heren Schulwesen) und sozial (Befreiung des b√§uerlichen Eigentums und politischer Emanzipation des Bauernstandes) und entsprachen nicht den Vorstellungen, welche die St√§nde bisher angestrebt hatten. Die kaiserliche Antwort in Form eines Kabinettschreibens vom 23. M√§rz 1848 r√§umte Platz ein f√ľr manche liberale Zugest√§ndnisse, aber hinsichtlich der staatsrechtlichen und sozialen Forderungen war sie ausweichend formuliert.

Die endg√ľltige Antwort auf die Prager B√ľrgerpetition in einer Form der Allerh√∂chsten Erledigung vom 8. April 1848 ging doch einen Schritt weiter und deutete an, dass nicht der b√∂hmische Landtag, sondern der Prager b√ľrgerliche Nationalausschuss die konstitutionelle Initiative √ľbernahm und die Wahlen zum neust√§ndisch-liberal zusammengesetzten b√∂hmischen Landtag, der nachher die neue b√∂hmische Verfassung ausarbeiten sollte, auf der Basis dieses kaiserlichen Handschreibens vorbereiten sollte. Die bewaffneten Prager Juni-Unruhen, bzw. die Entscheidung der Wiener Regierung nach der Niederschlagung dieser Unruhen, den b√∂hmischen Landtag nicht zusammenkommen zu lassen, hat aber diesen konstitutionellen Prozess in B√∂hmen absichtlich verhindert. Der b√∂hmische konstituierende Landtag ist 1848 nie zusammengetreten. Nach den Prager antiaristokratischen und antideutschen Juni-Unruhen kam es auch nicht mehr ‚Äď wie in M√§hren und Schlesien ‚Äď zur politischen Verst√§ndigung zwischen dem b√∂hmischen Adel und der tschechischen und deutschen Nationalbewegung. Sowieso musste die Krone auch die W√ľnsche der Deutschen aus B√∂hmen, die nach den gescheiterten Wahlen in die Frankfurter Nationalversammlung und nach dem Prager Slawenkongress von den tschechischen Liberalen immer gr√∂√üeren politischen Abstand nahmen, ber√ľcksichtigen. Als einzige politische Plattform blieb dann ab Juli 1848 bis Anfang M√§rz 1849 f√ľr alle Liberalen aus B√∂hmen nur der Wiener Reichstag.

In der vorliegenden Edition wurden zudem drei Dokumente, die gleichsam die Eckpfeiler in der Landesverfassungsauseinandersetzung des Jahres 1849 bildeten, aufgenommen: die Landesverfassung f√ľr das K√∂nigreich B√∂hmen sammt der dazu geh√∂rigen Landtags-Wahlordnung, die Landesverfassung f√ľr das Markgrafthum M√§hren sammt der dazu geh√∂rigen Landtags-Wahlordnung und die Landesverfassung f√ľr das Herzogthum Ober‚Äď und Nieder-Schlesien sammt der dazu geh√∂rigen Landtags-Wahlordnung.

Die oktroyierte √∂sterreichische Verfassung vom 4.3.1849 hob dann die st√§ndischen Landesverfassungen de jure auf und versprach eine neue. Diese sollte noch w√§hrend des Jahres 1849 in Kraft treten und dem Reichstag vorgelegt werden. Der Minister des Inneren Graf Franz Stadion hatte zu diesem Zweck eine Kommission eingesetzt, welche die Aufgabe hatte, die einzelnen Landesverfassungen und Landtagswahlordnungen auszuarbeiten. Minister Alexander Bach brachte dann schon als Stadions Nachfolger im Mai 1849 die Landesverfassung f√ľr B√∂hmen, die als Vorbild f√ľr alle anderen dienen sollte, im Ministerrat zur Besprechung. Nach langen Verhandlungen beschloss der Ministerrat schlie√ülich an der Schwelle der Jahre 1849/1850 die Landesverfassungen und Landtagswahlordnungen f√ľr Nieder-√Ėsterreich, Salzburg, K√§rnten, Krain, Schlesien, die Steiermark, M√§hren, B√∂hmen, Tirol und Vorarlberg, G√∂rz, Gradiska und Istrien, Triest und die Milit√§rgrenze. Bis auf Triest und die Milit√§rgrenze folgten die Landesverfassungen und Wahlordnungen einem Muster und wiesen starke Elemente der fr√ľheren st√§ndischen Struktur auf. Obwohl diese Verfassungen mit kaiserlichem Patent publiziert worden waren, traten sie ‚Äď mit Ausnahme Triests und der Milit√§rgrenze ‚Äď nie in Kraft. Sie dienten aber in allen wichtigen Punkten als Vorbild f√ľr die mit dem Februarpatent 1861 erlassenen Landesverfassungen.

Die edierten Dokumente haben mit Ausnahme der kaiserlichen Antworten auf die Prager Petitionen, die politisch-liberale, nationale und staatsrechtliche Forderungen im Namen des ganzen Landes K√∂nigreich B√∂hmen zu formulieren versuchte, den Charakter einer mit Paragraphen versehenen Verfassung. Diese Erledigungen haben ebenfalls einen verfassungsm√§√üigen Charakter, da sie eine √Ąnderung, bzw. eine liberale L√∂sung z. B. der Grundrechte und der Wahlordnungen f√ľr den b√∂hmischen Landtag enthalten. Alle diese Dokumente wurden in der politischen Praxis der betreffenden L√§nder nie angewandt und daher auch nicht erprobt. Sie stellen somit eher eine Grundlage f√ľr die historische und politologische Analyse des konstitutionellen Zeitdenkens dar, das sich an der Schwelle der st√§ndischen und liberalen √Ąra ereignete.

Alle Texte wurden von der jeweils originalen Fassung unter genauer √úbernahme der dortigen Orthographie abgeschrieben. Bei der Textbearbeitung wurden folgenden graphischen Zeichen verwendet: [?] f√ľr unsicheres Lesen des Textes; [ ] f√ľr editorische Eingriffe in den Text; [‚Ķ.] f√ľr die Bezeichnungen von fehlendem oder unlesbarem Text (dabei steht ein Punkt f√ľr ein fehlendes Zeichen); < > gestrichener Text; / / der eingef√ľgte Text in der Handschrift und // // der eingef√ľgte Text in der Druckschrift. Falls gestrichener Text ersetzt wurde, befindet sich der neue Text in einfachen / / oder doppelten //¬† // Klammern und der urspr√ľngliche Text in der Fu√ünote.

Ausgewählte Bibliographie zum Thema der österreichischen, böhmischen, mährischen und schlesischen Petitions- und Verfassungsgeschichte 1848 - 1850

Karl Bosl, Handbuch der Geschichte der b√∂hmischen L√§nder, Bd. 2: Die b√∂hmischen L√§nder von der Hochbl√ľte der St√§ndeherrschaft bis zum Erwachen eines modernen Nationalbewu√ütseins, Stuttgart, 1974.

Wilhelm Brauneder, Friedrich Lachmayer, √Ėsterreichische Verfassungsgeschichte. Einf√ľhrung in Entwicklung und Strukturen, Wien: Manz, 1976.

Jindřich Dvoř√°k, Moravsk√© sněmov√°n√≠ roku 1848‚Äď49 (Verhandlungen des m√§hrischen Landtages im Jahr 1848 ‚Äď 49). Na pades√°tiletou pam√°tku novodob√©ho sněmu a zruŇ°en√≠ roboty na Moravě, jakoŇĺ i nastoupen√≠ c√≠saře a kr√°le FrantiŇ°ka Josefa I. na trůn, Telč: Emil Solc, 1898.

Ernst C. Hellbling, Die Landesverwaltung in Zisleithanien, in: Wandruszka, Adam, Urbanitsch Peter (Hrsg.), Die Habsburgermonarchie 1848‚Äď1918, Bd. II: Verwaltung und Rechtswesen, Wien: Verl. d. √Ėsterr. Akad. d. Wissenschaften, 1975, S. 190‚Äď269.

Karl Hugelmann, Die √∂sterreichischen Landtage im Jahre 1848, Teil 1‚Äď3, Wien: Hoelder-Pichler-Tempsky, 1929, 1938, 1940.

Karel Kazbunda, Česk√© hnut√≠ roku 1848 (Die tschechische Bewegung im Jahr 1848), Prag: Nákl. Historického klubu, 1929.

Rudolf Kiszling, Die Revolution im Kaisertum √Ėsterreich 1848‚Äď1849, Bd. 1‚Äď2, Wien: Universium, 1948.

Ralf Melville, Adel und Revolution in B√∂hmen. Strukturwandel von Herrschaft und Gesellschaft in √Ėsterreich um die Mitte des 19. Jahrhunderts, Mainz: von Zabern, 1998.

Karl Obermann, Die Wahlen zum Frankfurter Parlament im Fr√ľhjahr 1848. Die Wahlvorg√§nge in den Staaten des Deutschen Bundes im Spiegel zeitgen√∂ssischer Quellen, Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1987.

Josef PoliŇ°ensk√Ĺ, Revoluce a kontrarevoluce v Rakousku (Revolution und Konterrevolution in √Ėsterreich), Prag: Nakl. Svoboda, 1975.

Friedrich Prinz, Prag und Wien 1848. Probleme der nationalen und sozialen Revolution im Spiegel der Wiener Ministerratsprotokolle, M√ľnchen: Lerche, 1968.

FrantiŇ°ek Roub√≠k, Česk√Ĺ rok 1848 (Tschechisches Jahr 1848), Prag: Kunc√≠ř, 1948.

Schlesiens Landesvertretung und Landeshaushalt von ihren Anf√§ngen bis zur neuesten Zeit. Aus Anlass des 60-j√§hrigen Regierungsjubil√§ums vom 2. Dezember 1908 Sr. Majest√§t des Kaisers Franz Josef I. Herausgegeben vom Schlesischen Landesausschusse. Unter Mitwirkung der schlesischen Landes-√Ąmter und Anstalten, bearbeitet und redigiert von Landesrat Karl Berthold, Vorstand des Landesstatistischen Amtes. I. Teil: Landesvertretung, Troppau: Landesausschuss, 1909, 77‚Äď80.

Anton Springer, Geschichte √Ėsterreichs seit dem Wiener Frieden 1809, Bd. 1‚Äď2, Leipzig: Hirzel, 1863, 1865.

Jiř√≠ ҆taif, Revolučn√≠ l√©ta 1848‚Äď1849 v Česk√Ĺch zem√≠ch (Die Revolutionsjahre 1848‚Äď1849 in den b√∂hmischen L√§ndern), Prag: Historický ústav ČSAV, 1990.

 


√övod

Vysvětlen√≠ k v√Ĺběru dokumentů

Od roku 1526 patřily takzvan√© Země koruny česk√©, tj. Kr√°lovstv√≠ Česk√©, Markrabstv√≠ Moravsk√© a V√©vodstv√≠ Slezsk√© formou dynastick√© unie k habsbursk√© monarchii. V Čech√°ch od roku 1627 a na Moravě od roku 1628 aŇĺ do roku 1848 platilo takzvan√© Obnoven√© zř√≠zen√≠ zemsk√© jako z√°kladn√≠ zemsk√© zř√≠zen√≠, kter√© upravovalo vztah těchto zem√≠ k habsbursk√© dynastii a k v√≠deňsk√©mu dvoru. AŇĺ do terezi√°nsk√Ĺch a josef√≠nsk√Ĺch reforem se v Čech√°ch ani na Moravě a od roku 1742 ani v takzvan√©m rakousk√©m Slezsku, kter√© bylo ale spr√°vně spojeno s Moravou, neprojevily Ňĺ√°dn√© n√°znaky nespokojenosti zemsk√Ĺch stavů s t√≠mto st√°topr√°vn√≠m stavem. Teprve josef√≠nsk√° centralizace a post√°tněn√≠ spr√°vy po roce 1780 vyvolaly v√°Ňĺn√© protesty proti c√≠sařsk√© centralizaci formou takzvan√Ĺch stavovsk√Ĺch desideri√≠, nebo později ve 40. letech 19. stolet√≠ rovněŇĺ formou st√°topr√°vn√≠ch petičn√≠ch protestů proti z√°sahům do samospr√°vy Čech odporuj√≠c√≠m zemsk√©mu zř√≠zen√≠.

Revoluce na jaře 1848 a n√°sleduj√≠c√≠ oktrojovan√° rakousk√° √ļstavn√≠ zř√≠zen√≠ znamenaly konec stavovsk√©ho principu zastoupen√≠. Nam√≠sto něj měla nyn√≠ nastoupit nově vytvořen√° legislativn√≠ moc přetvořen√Ĺch zemsk√Ĺch sněmů s novostavovsky reprezentativn√≠m zastoupen√≠m. JiŇĺ c√≠sařsk√Ĺ patent z 15.3.1848, kter√Ĺ sliboval novou konstituci pro rakousk√© c√≠sařstv√≠, poč√≠tal se ‚ÄěsilnějŇ°√≠m zastoupen√≠m měŇ°ťansk√©ho stavu‚Äú v zemsk√Ĺch sněmech, coŇĺ jeŇ°tě 18.3.1848 opětovně zdůraznil c√≠sařsk√Ĺ reskript určen√Ĺ sněmům jednotliv√Ĺch zem√≠. Ve smyslu těchto pokynů, jejichŇĺ podstatn√Ĺm bodem bylo zruŇ°en√≠ stavovsk√©ho zastupitelsk√©ho principu, začal pak česk√Ĺ a moravsk√Ĺ zemsk√Ĺ sněm a slezsk√Ĺ veřejn√Ĺ konvent jednat o zemsk√Ĺch √ļstav√°ch.

U obou otiŇ°těn√Ĺch zemsk√Ĺch √ļstav bylo zvoleno star√© stavovsk√© zř√≠zen√≠ jako v√Ĺchodisko transformace do syst√©mu liber√°lně zvolen√© politick√© reprezentace. Přechod od stavovsk√©ho syst√©mu k liber√°ln√≠mu zde prob√≠hal klidně a v podstatě na star√©m z√°kladě plněn√≠ jasně vyj√°dřen√© vůle panovn√≠ka. PřestoŇĺe tato zemsk√° √ļstavn√≠ zř√≠zen√≠ nevstoupila nikdy v platnost, jsou tyto dokumenty, tj. N√°vrh √ļstavn√≠ho zř√≠zen√≠ pro Markrabstv√≠ moravsk√©, kter√Ĺ byl schv√°len Moravsk√Ĺm zemsk√Ĺm sněmem a předloŇĺen vysok√©mu ministerstvu k potvrzen√≠ rakousk√Ĺm Ř√≠Ň°sk√Ĺm sněmem a Jeho Veličenstvem c√≠sařem, a N√°vrh z√°kona o provinčn√≠ √ļstavě Slezska, zastoupeny jako dobov√° svědectv√≠ politicky novostavovsk√©ho √ļstavn√≠ho myŇ°len√≠ na Moravě a ve Slezsku.

√ösil√≠ česk√Ĺch stavů o realizaci předbřeznov√©ho, tj. předrevolučn√≠ho programu reformy ve starostavovsk√©m r√°mci, mezi jehoŇĺ hlavn√≠ body patřilo rozŇ°√≠řen√≠ zemsk√©ho sněmu o př√≠sluŇ°n√≠ky městsk√©ho patrici√°tu, bylo rychle překon√°no březnov√Ĺmi ud√°lostmi v Praze a V√≠dni. MěŇ°ťansk√© hnut√≠ v Praze a pot√© v Čech√°ch se rychle proměňovalo v česk√© a německ√© n√°rodn√≠ hnut√≠, kter√© hodlalo vyřeŇ°it st√°topr√°vn√≠, n√°rodn√≠, soci√°ln√≠ a hospod√°řsk√© probl√©my země. Hlavn√≠ poŇĺadavky praŇĺsk√Ĺch měŇ°ťansk√Ĺch petic byly ve sv√© původn√≠ formě st√°topr√°vn√≠ (nejasně formulovan√© z√°konod√°rn√© zastoupen√≠ vŇ°ech zem√≠ Koruny česk√©), n√°rodn√≠ (zrovnopr√°vněn√≠ česk√©ho jazyka s německ√Ĺm v √ļřadech a ve vyŇ°Ň°√≠m Ň°kolstv√≠) a soci√°ln√≠ (osvobozen√≠ roln√≠ků z poddanstv√≠ a roboty). C√≠sařsk√° odpověď ve formě c√≠sařsk√©ho patentu ze dne 23. března 1848 ponech√°vala sice prostor pro někter√© liber√°ln√≠ √ļstupky, avŇ°ak pokud jde o st√°topr√°vn√≠ a soci√°ln√≠ poŇĺadavky, byla formulov√°na velmi vyh√Ĺbavě a opatrně. Konečn√° odpověď na druhou praŇĺskou měŇ°ťanskou petici ve formě c√≠sařsk√©ho kabinetn√≠ho listu z 8. dubna 1848 nicm√©ně Ň°la o krok d√°le a naznačovala, Ňĺe nikoli česk√Ĺ zemsk√Ĺ sněm, n√ĹbrŇĺ praŇĺsk√Ĺ N√°rodn√≠ v√Ĺbor převzal konstitučn√≠ iniciativu. Na z√°kladě tohoto kabinetn√≠ho listu měl praŇĺsk√Ĺ N√°rodn√≠ v√Ĺbor připravit volby do česk√©ho zemsk√©ho sněmu. Sněm měl n√°sledně vypracovat novou českou √ļstavu. N√°siln√© sr√°Ňĺky s vojskem v červnu 1848 v Praze, resp. rozhodnut√≠ v√≠deňsk√© vl√°dy nepřipustit po potlačen√≠ tohoto povst√°n√≠ svol√°n√≠ česk√©ho Zemsk√©ho sněmu, vŇ°ak tento konstitučn√≠ proces v Čech√°ch znemoŇĺnily. Ustavuj√≠c√≠ česk√Ĺ Zemsk√Ĺ sněm se v roce 1848 nikdy neseŇ°el. Jako jedin√° politick√° platforma tak od července 1848 do zač√°tku března 1849 byl pro vŇ°echny liber√°ly z Čech v√≠deňsk√Ĺ ř√≠Ň°sk√Ĺ sněm.

Do t√©to edice byly pojaty tak√© tři dokumenty, kter√© představuj√≠ vl√°dn√≠ předlohy zemsk√©ho zř√≠zen√≠ z konce roku 1849. Jsou jimi: Zemsk√© √ļstavn√≠ zř√≠zen√≠ Kr√°lovstv√≠ Česk√©ho spolu s př√≠sluŇ°n√Ĺm ř√°dem pro volby do Zemsk√©ho sněmu, Zemsk√© √ļstavn√≠ zř√≠zen√≠ pro Markrabstv√≠ Moravsk√© spolu s př√≠sluŇ°n√Ĺm ř√°dem pro volby do Zemsk√©ho sněmu a Zemsk√© √ļstavn√≠ zř√≠zen√≠ pro V√©vodstv√≠ Horn√≠ho a Doln√≠ho Slezska spolu s př√≠sluŇ°n√Ĺm ř√°dem pro volby do Zemsk√©ho sněmu. Oktrojovan√° rakousk√° √ļstava ze 4.3.1849 zruŇ°ila de iure star√° stavovsk√° zemsk√° zř√≠zen√≠ a slibovala vyhl√°sit nov√© zemsk√© uspoř√°d√°n√≠. To mělo vstoupit v platnost v průběhu roku 1849 a mělo b√Ĺt předloŇĺeno ř√≠Ň°sk√©mu sněmu. Ministr vnitra hrabě Franz Stadion vytvořil pro tento √ļčel komisi s √ļkolem vypracovat jednotliv√° zemsk√° √ļstavn√≠ zř√≠zen√≠ a ř√°dy pro volby do zemsk√Ĺch sněmů. Ministr Alexander Bach pak jako Stadionův n√°stupce předloŇĺil v květnu 1849 k projedn√°n√≠ Ministersk√© radě zemsk√© √ļstavn√≠ zř√≠zen√≠ pro Čechy, kter√© mělo slouŇĺit jako vzor pro vŇ°echny ostatn√≠ země. Po dlouh√© řadě jedn√°n√≠ se ministersk√° rada nakonec usnesla na přelomu let 1849/1850 na zemsk√Ĺch √ļstav√°ch a volebn√≠ch ř√°dech do zemsk√Ĺch sněmů pro Doln√≠ Rakousy, Solnohrady, Korutany, Kraňsko, Slezsko, ҆t√Ĺrsko, Moravu, Čechy, Tyrolsko a Vorarlbersko, Gor√≠cii, GradiŇ°ku a Istrii, Terst a Vojenskou hranici.

Editovan√© dokumenty maj√≠, kromě dvou c√≠sařsk√Ĺch odpovědi ve formě nejvyŇ°Ň°√≠ho vyř√≠zen√≠ na petice praŇĺsk√©ho měŇ°ťanstva, kter√© se snaŇĺilo formulovat politicko-liber√°ln√≠, n√°rodn√≠ a st√°topr√°vn√≠ poŇĺadavky jm√©nem cel√©ho kr√°lovstv√≠ Česk√©ho, charakter √ļstavn√≠ho zř√≠zen√≠ opatřen√©ho paragrafy. Tato vyř√≠zen√≠ maj√≠ rovněŇĺ √ļstavn√≠ charakter, jelikoŇĺ obsahuj√≠ i změnu resp. liber√°ln√≠ řeŇ°en√≠ např√≠klad z√°kladn√≠ch pr√°v a ř√°du pro volby do zemsk√©ho sněmu. ŇĹ√°dn√Ĺ z těchto dokumentů nebyl v politick√© praxi př√≠sluŇ°n√Ĺch zem√≠ nikdy uplatněn. Představuj√≠ proto sp√≠Ň°e l√°tku pro historickou a politologickou anal√Ĺzu dobov√©ho konstitučn√≠ho myŇ°len√≠ na přelomu stavovsk√© a liber√°ln√≠ √©ry v česk√Ĺch zem√≠ch.

VŇ°echny texty byly ops√°ny v původn√≠m pravopisn√©m zněn√≠. Při zpracov√°n√≠ textu pouŇĺ√≠val editor tyto grafick√© značky: [?] pro nejist√© čten√≠ textu; [ ] pro edičn√≠ z√°sahy do textu; [‚Ķ.] pro označen√≠ chyběj√≠c√≠ho nebo nečiteln√©ho textu (kaŇĺd√° tečka představuje jeden chyběj√≠c√≠ znak); < > vyŇ°krtnut√Ĺ text; / / text vloŇĺen√Ĺ do rukopisu a // // text vloŇĺen√Ĺ do tiŇ°těn√©ho dokumentu. Pokud byl nam√≠sto vyŇ°krtnut√©ho poř√≠zen nov√Ĺ text, je tento nov√Ĺ text uveden v jednoduch√© / /nebo dvojit√© // // z√°vorce a původn√≠ text je pak uveden v pozn√°mce pod čarou.

Z√°kladn√≠ bibliografie k rakousk√Ĺch, česk√Ĺch, moravsk√Ĺch a slezsk√Ĺch √ļstavn√≠m dějin√°m a petičn√≠mu hnut√≠ v letech 1848 - 1850

Karl Bosl, Handbuch der Geschichte der b√∂hmischen L√§nder, Bd. 2: Die b√∂hmischen L√§nder von der Hochbl√ľte der St√§ndeherrschaft bis zum Erwachen eines modernen Nationalbewu√ütseins, Stuttgart, 1974.

Wilhelm Brauneder, Friedrich Lachmayer, √Ėsterreichische Verfassungsgeschichte. Einf√ľhrung in Entwicklung und Strukturen, Wien: Manz, 1976.

Jindřich Dvoř√°k, Moravsk√© sněmov√°n√≠ roku 1848-49 (Verhandlungen des m√§hrischen Landtages im Jahr 1848-49). Na pades√°tiletou pam√°tku novodob√©ho sněmu a zruŇ°en√≠ roboty na Moravě, jakoŇĺ i nastoupen√≠ c√≠saře a kr√°le FrantiŇ°ka Josefa I. na trůn, Telč: Emil Solc, 1898.

Ernst C. Hellbling, Die Landesverwaltung in Zisleithanien, in: Wandruszka, Adam, Urbanitsch Peter (Hrsg.), Die Habsburgermonarchie 1848‚Äď1918, Bd. II: Verwaltung und Rechtswesen, Wien: Verl. d. √Ėsterr. Akad. d. Wissenschaften, 1975, S. 190-269.

Karl Hugelmann, Die österreichischen Landtage im Jahre 1848, Teil 1-3, Wien: Hoelder-Pichler-Tempsky, 1929, 1938, 1940.

Karel Kazbunda, Česk√© hnut√≠ roku 1848 (Die tschechische Bewegung im Jahr 1848), Prag: Nákl. Historického klubu, 1929.

Rudolf Kiszling, Die Revolution im Kaisertum √Ėsterreich 1848‚Äď1849, Bd. 1-2, Wien: Universium, 1948.

Ralf Melville, Adel und Revolution in B√∂hmen. Strukturwandel von Herrschaft und Gesellschaft in √Ėsterreich um die Mitte des 19. Jahrhunderts, Mainz: von Zabern, 1998.

Karl Obermann, Die Wahlen zum Frankfurter Parlament im Fr√ľhjahr 1848. Die Wahlvorg√§nge in den Staaten des Deutschen Bundes im Spiegel zeitgen√∂ssischer Quellen, Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1987.

Josef PoliŇ°ensk√Ĺ, Revoluce a kontrarevoluce v Rakousku (Revolution und Konterrevolution in √Ėsterreich), Praha: Nakl. Svoboda, 1975.

Friedrich Prinz, Prag und Wien 1848. Probleme der nationalen und sozialen Revolution im Spiegel der Wiener Ministerratsprotokolle, M√ľnchen: Lerche, 1968.

FrantiŇ°ek Roub√≠k, Česk√Ĺ rok 1848 (Tschechisches Jahr 1848), Praha: Kunc√≠ř, 1948.

Schlesiens Landesvertretung und Landeshaushalt von ihren Anf√§ngen bis zur neuesten Zeit. Aus Anlass des 60-j√§hrigen Regierungsjubil√§ums vom 2. Dezember 1908 Sr. Majest√§t des Kaisers Franz Josef I. Herausgegeben vom Schlesischen Landesausschusse. Unter Mitwirkung der schlesischen Landes-√Ąmter und Anstalten, bearbeitet und redigiert von Landesrat Karl Berthold, Vorstand des Landesstatistischen Amtes. I. Teil: Landesvertretung, Troppau: Landesausschuss, 1909, 77‚Äď80.

Anton Springer, Geschichte √Ėsterreichs seit dem Wiener Frieden 1809, Bd. 1-2, Leipzig: Hirzel, 1863, 1865.

Jiř√≠ ҆taif, Revolučn√≠ l√©ta 1848‚Äď1849 v Česk√Ĺch zem√≠ch (Die Revolutionsjahre 1848‚Äď1849 in den b√∂hmischen L√§ndern), Praha: Historický ústav ČSAV, 1990.